Handwerk und Bundeswehr sind begehrt
Tag der Berufe in der Herder-Schule geben Übersicht für angehende Schulabsolventen
Die Frage nach der beruflichen Laufbahn nach der Schule ist für viele Jugendliche oft quälend. Ohne Erfahrungen wissen viele nicht, welchen Weg sie einschlagen sollen. In Calbe hilft der Tag der Berufe den Jugendlichen bei der Auswahl. Mehr als 20 Unternehmen stellten sich vor.
Von Thomas Höfs
Calbe ● Die Bundeswehr ist natürlich mit dabei, wenn es um die jungen Leute geht. Seit die Truppe nur noch aus Berufssoldaten besteht, ist der Tarnfleck allgegenwärtig auf Jobveranstaltungen mit jungen Leuten. Die Schüler der Herderschule verteilen sich gleichmäßig auf die mehr als 20 Stände der Unternehmen, die ihre Tische aufgebaut haben.
Bei der fünften Veranstaltung sei das Interesse der Wirtschaft wieder sehr groß gewesen, sagen die beiden Organisatorinnen Andrea Leischke vom Sozialen Netzwerk und Schulsozialpädagogin Saskia Franke. Im Unterricht ist die Berufswahl schon in den unteren Klassen ein wichtiges Thema heißt es. Frühzeitig sollen sich die Schüler in verschiedenen Aktionen mit dem Thema beschäftigen.
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Die handwerklichen Ausbildungsberufe seien immer noch sehr stark nachgefragt unter den Sekundarschülern, weiß Saskia Franke. Heute gehen vor allem die Unternehmen auch gezielt los, um den besten Nachwuchs für sich zu sichern. Seit sich in den Chefetagen herumgesprochen hat, dass die Zahl der Schulabsolventen beständig sinkt, machen sich die Unternehmen um ihr Personal vermehrt Sorgen. Da lohnt sich der Auftritt sogar für Unternehmen, die nur einen Auszubildenden im Jahr suchen, wie die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Schönebeck. Anna Herbst, die ihre Ausbildung erst abgeschlossen hat und jetzt im Finanzbereich des kommunalen Unternehmens arbeitet, erläutert zusammen mit der Auszubildenden Vanessa Schnabel die Vorzüge der Ausbildung in dem kommunalen Wohnungsvermieter. 4000 eigene und noch einmal 900 private Wohnungen betreue das Unternehmen, schildert sie den Jugendlichen in Calbe. Die Arbeit sei abwechslungsreich und vielseitig, meinen die beiden jungen Frauen.
Mit den Energieversorgern, die ebenfalls auf der Veranstaltung gut vertreten sind, können die beiden zwar nicht mithalten. Dennoch weckt der Stand das Interesse der jungen Leute.
Vor allem mit Praktika während der Schulzeit sollen die jungen Frauen und Männer herausfinden, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Bei den Schulabgängern des vergangenen Schuljahres sei der Schule das gelungen, weiß Saskia Franke. Alle Schulabgänger hätten eine Lehrstelle schon vor den Prüfungen in der Tasche gehabt.
Auch bei den kommenden zehnten Klassen hoffe die Schule, dass alle unterkommen. In Calbe mit den großen Gewerbegebieten und entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten dürfte das für die jungen Leute vielleicht kein Problem sein. Da die Zahl der Absolventen überschaubar ist, sind die Unternehmen auch großzügiger geworden, was die Anforderungen betrifft. Allerdings können sich die sehr guten Sekundarschüler ihren Ausbildungsberuf aussuchen. Neben dem klassischen Kfz-Mechatroniker sei bei den jungen Männern die Bundeswehr ein interessanter Arbeitgeber, weiß Saskia Franke. Viele junge Männer hätten sich schon bei der Truppe informiert, welche Möglichkeiten es dort für sie geben könnte. Vielleicht ist es deswegen so leer am Stand der Truppe in der Schule.
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Schönebecker Volksstimme vom 24. September 2013
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