Neuer Lehrer fühlt sich wohl

 

 

Die Herderschule öffnet dieTüren für die Familien. Dabei wurde gezeigt, was die Sekundarschule in Calbe so besonders macht und was die Schüler hier für das Leben lernen können.   


Tag der offenen Tür 2024

Physiklehrer Stefan Baldes ist erst seit einigen Wochen an der Herderschule.            FOTOS: THOMAS HÖFS

Tim und Lennox (re.) mögen den neuen Fachlehrer sehr.

             

 

Tag der offenen Tür 2024Niklas und Leonie bieten hier Dekorationen an.



VON THOMAS HÖFS


CALBE. Mit dem Unterricht früherer Zeiten hat das Schulleben in der Herderschule heute kaum noch etwas zu tun. Die Sekundarschule ist in den vergangenen Jahrzehntenmodernisiert worden und verfügt heute über eine neue, digitale Ausstattung.

Davon konnten sich am vergangenen Freitag die Familien überzeugen, die den Weg in die Schule gefunden hatten, um beim Tag der offenen Tür dabei zu sein. Schulleiterin Mandy Wenzel und ihre Kollegen erwarteten die Familien in den Fachräumen.

Die Sekundarschule hatte nach einer längeren Pause wieder einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Während der Corona-Pandemie setzte die Sekundarschule mit der beliebten Veranstaltung aus. Zwar hat sich die Schulleiterin an dem Tag mehr Familien gewünscht, die die Schule besuchen, aber sie ist überzeugt, den interessierten Familien eine Möglichkeit gegeben zu haben, das Haus und die Mitarbeiter kennen zu lernen.

Mit mindestens zwei Klassen rechnet sie zu Beginn des nächsten Schuljahres, die in der Sekundarschule eingeschult werden. In den vergangenen Jahren schwankten die Werte hier immer mal wieder. So gibt es auch dreizügige Jahrgänge. "Ich rechne mit einem zweizügigen Jahrgang", sagt Mandy Wenzel. Allerdings stehen die Zahlen erst nach den Winterferien fest. Nach dem ersten Schulhalbjahr müssen sich die Familien entscheiden, welchen weiteren Schulweg ihr Kind nach dem Ende der Grundschule einschlägt. Dabei ist der Elternwille entscheidend. Die Grundschule gibt dafür eine Empfehlung, die aber nicht bindend für die Eltern ist. Es lohnt sich, die Schulen anzusehen, die nach der Grunschule die weitere Ausbildung übernehmen. In der Herderschule erwartet die Schüler dabei vor allem ein sehr modernes Umfeld und sehr moderne Räume. Das zeigt sich besonders in den Fachräumen.

Stefan Baldes hat sich hier mit einigen Experimenten aufgebaut. Der Physiklehrer ist erst seit einigen Wochen an der Schule und trotzdem haben ihn viele Schüler bereits ins Herz geschlossen. Als sogenannter Seiteneinsteiger hat sich der Ingenieur einen langen Wunsch erfüllt, sagt er. Die Arbeit mit den Schülern erfülle ihn und es mache ihm täglich mehr Spaß, hier Wissen zu vermitteln. Vor allem in einem Fach wie Physik sei dies eigentlich nicht so schwer, ist er überzeugt. Denn in der Pysik könne er immer noch das Experiment einsetzen und die Schüler so zum Staunen bringen.

Das Interesse will er auch hier mit seinen kleinen Experimenten wecken. An der Wand hat er Teile unseres Sonnensystems dargestellt. Artig kreist die Erde und um die Erde der Mond um die Sonne. Doch sobald Stefan Baldes die Gravitation ausstellt, in dem Modell, fliegen Erde und Mond gerade in die Richtung weiter, in der sie gerade unterwegs waren. Massen ziehen sich an, sagt er dann. Ohne diese Anziehungskraft würde es unser Sonnensystem nicht geben, weiß er natürlich. Mit dem Gedankenexperiment will er die Schüler herausfordern, dass sie sich mit dem Thema beschäftigen und es verstehen.

Nach den ersten Wochen fühlt er sich wohl in seinem Fachraum  und freut sich auf die Schüler. Das sei etwas ganz anderes als zuvor in dem Unternehmen, in dem er beschäftigt war.

Wie andere Schulen im Land hat auch die Herderschule mit dem Lehrermangel zu kämpfen. Auf gut 85 Prozent Besetzung der Lehrerstellen kommt die Schule aktuell, sagt die Schulleiterin. Über jeden neuen Kollegen ist sie und ihre Kollegen glücklich.

Positiv kann die Sekundarschule aber auch punkten beim Schulumfeld. Zuletzt hat der Landkreis als Schulträger die kleine Sporthalle neben der Schule ausgiebig saniert. Ein Höhepunkt für die Schüler stellt aber der Schulhof hinter dem Schulgebäude dar. Hier gibt es ein modernes Spielfeld für die Pausengestaltung. "Das wird sehr gern auch jetzt im Herbst noch genutzt", freut sich Mandy Wenzel. Auf dem Schulhof können sich die Schüler jetzt austoben und dort die freien Minuten gut nutzen. Die Investitionen haben dem Schulstandort eindeutig gut getan, ist sie der Meinung. Mit ihren Kollegen freut sie sich jetzt schon auf die kommenden Schüler im nächsten Schuljahr.

Dass die Schüler auch sehr kreativ sind, zeigen sie gleich am Eingang. Hier bieten sie passend zur Jahreszeit selbst gebastelte Dinge an.


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Schönebecker Volksstimme vom 26.11.2024

 

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